Neapel’s Kaffeetradition geht weit zurück, egal ob Kimbo, Barbera oder andere Kaffeeröster aus der Stadt. Guter Kaffee ist einem hier in Süditalien sicher gewiss. Nachdem ich schon diverse Kimbo als auch Barbera Sorten ausgetestet hatte, befand sich bei meiner aktuellen Bestellung ein weitere unbekannte Sorte aus dem Hause Barbera. Ohne die Verpackung (diesmal aus ökologisch abbaubarer Pappe) vorher auch nur in irgendeiner Form auszuchecken, war die sehr dunkel geröstete Bohne auch schon in meiner Mühle.

Nach 2 Extraktionen war der richtige Mahlgrad gefunden und ich konnte mir den ersten Cappuccino gönnen. Ich kann nur eines sagen, ich war hell auf begeistert welche nussig-schokoladigen Noten zu schmecken waren. Wirklich durch und durch runder Geschmack, sehr säurearm doch aber enorm kräftig.

Lustigerweise fragte ich mich eines Tages, nachdem ich bereits 3 Cappuccino inne hatte, wieso sich diesmal meine Pumpe aufgrund von Koffein Overdose so gar nicht meldete. Hatte sich doch tatsächlich eine Decaf Variante in meinen Einkaufskorb geschlichen und ich das gute Böhnchen einfach auch blind bestellt. Nach kurzer Überlegung habe ich kurzerhand die restlichen Bohnen komplett durch die Mühle gejagt und aufbewahrt für Tage, in denen grenzenloser Kaffeegenuss gerne mal durch einen Decaf erweitert werden kann.

Wirklich, ich kann diese Bohne nur empfehlen, falls man einen entkoffeinierten Kaffee trinken, dafür aber auch keinesfalls auch nur in irgendeiner Weise auf Genuss verzichten möchte.

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